Verschiedenen Aufbauten für Kontaktkopieen.

Belichten

Das Belichten der Gelatineplatte erfolgt durch eine Kontaktkopie eines Negativ mit Ultraviolettem Licht.

Die Platte muss durchgetrocknet sein. Die Gelatine zieht Feuchtigkeit aus der Luft. Da es für den (späteren) Druck eine rel. Luftfeuchte von ca.  60% im Raum braucht, empfiehlt es sich, die Belichtung in einer anderen, trockeneren Lokalität zu machen. Wenn das räumlich nicht gelöst werden kann, muss die Platte bzw. der Arbeitsplatz entsprechende Bedingungen aufweisen, weil man sonst Gefahr läuft, dass das Negativ an der Gelatineschicht klebt. 22°C und 45% RelLF sind zu empfehlen.

Meine Überlegung war und ist, die Platte nach der Präparation liegen zu lassen und die Belichtung im Ofen zu machen. Mit Wärme (und/oder Silikatgel) kann der Raum im Ofen entsprechend trocken gehalten werden. Jetzt muss der „Belichter“ zum Ofen, was in den Anfängen des Lichtdrucks undenkbar war, da die Sonne als Lichtquelle diente.

Die Bilichtung in der Sonne brachte diverse Probleme mit sich. Die Intensität schwankte nach Sonnenstand (Tageszeit), Jahreszeit und Wetterlage. Diesem Problem begegnetet man mit viel Erfahrung und dem Einsatz eines Photometers. In einem kleinen Kasten mit Löchern und Graufiltern  wird ein präpariertes Fotopapier eingelegt, das sich mit der Zeit verfärbte bzw. dunkler wurde. So erhielt man Anhaltspunkte aber keine exakte Messung. Durch das Öffnen des Belichtungsrahmen und die Begutachtung der Rückseite, konnte man – ebenfalls mit viel Erfahrung – anhand des „Sonnenbrand“ erahnen, ob die Platte fertig belichtet war.

Mein erster Ansatz war, mit Belichtungsreihen die nötige Zeit zu ermitteln, was auf Grund der „digitalen Negative“ möglich war/ist. Eine andere Idee ist, die Lichtmenge, die eingewirkt hat, mittels UV-Sensor und Luxmeter zu dokumentieren und später für die Automation zu nutzen…

Der Belichter 

Ein Problem ist der geringe Abstand der Lichtquelle zur  Druckplatte bzw. Negativ. Licht nimmt im Quadrat der Entfernung ab, was sich bei der alten Methode (Sonne) nicht bemerkbar machte.

Ist die Lichtquelle (Punktstrahler) z.B. 50 cm über der Platte (68 x 48 cm), ergibt sich ein Helligkeitsunterschied von der Mitte zu den Ecken der Platte von ca. einer drittel Blende.

Dieses Problem kann man durch einen Centerfilter korrigieren. Ein radialer Verlauf, der von der Mitte nach außen heller wird. Dieser kann entweder direkt an der Lichtquelle, zwischen Lichtquelle und Platte oder aber direkt auf der Platte in Form einer Verlaufsfolie eingesetzt werden.

Oder… man manipuliert das Negativ entsprechend, wenn man „digitale Negative“ einsetzt, geht das…