Die Lichtdruckwerkstatt

Die Lokalität, wie es in den alten Lehrbüchern heißt, besteht aus dem Druckraum, dem Laboratorium und Nebenräumen.

 

Es wurde empfohlen, …

den Druckraum (im Falles eines Neubaus) nach Süden auszurichten und große Fenster zu verbauen, die man öffnen kann, damit viel Licht reinkommt. Das Laboratorium …

Diese Empfehlungen sind/waren den Gegebenheiten geschuldet, die um 1900 zu Grunde lagen. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass es auch südlich des Äquators Lichtdruck gab bzw. wieder geben kann, was die Sache mit der Himmelsrichtung relativiert, man heute mit elektrischem Strom Licht frei nach Couleur und jederzeit nutzen kann und es technische Apparate gibt, die das Klima — und vieles mehr — regeln können. Faszinierend.

Bei LD2 geht es darum, reproduzierbar Prozesse zu erstellen d.h. zum Beispiel gleiche bzw. reglbare Klima- und Lichtsituation zu schaffen. Das „Wetter“ lässt sich mit Temperatur- und Luftfeuchtesensoren bestimmen und über Heizungen, Klimaanlage und Luftbe- / -entfeuchter regeln. Über die Erfassung der Klimadaten und deren Nutzung zur Automatisierung  habe ich mich im Kapitel SmartHome ausgelassen…

Die (Versuchs-) Werkstatt in Darmstadt befindet sich in einem Anbau im Hinterhof, der ca. 1950 und „vor der Erfindung des rechten Winkels“ erbaut wurde, ist ca. fünf mal neuen Meter groß, knapp drei Meter hoch und fensterlos, seit die 2169 durch die Aussenwand eingebracht wurde, die im Anschluss mit „Kalksandsteinpanoramafenstern“ wieder geschlossen wurde. Für die Maschine brauchte es ein stabiles Fundament aus Doppel-T-Trägern, die auf den Kellerwände aufliegen. Um die 2169 ist mit Bühnenpodesten eine erhöhte Ebene installiert worden, um die Arbeitshöhe an der Maschine ergonomischer zu gestalten und zusätzlichen Stauraum darunter zu schaffen. 

Das Laboratorium, das sich unmittelbar neben der Maschine befindet,  hat einen Wasseranschluss und Abfluss und einen wasserfesten Boden aus Dachfolie mit einer fünf Zentimeter hohen Umrandung, damit kein Wasser unter die Maschine läuft.

Die verbaute Elektronik ist überschaubar, einfach und flexibel gehalten. Ein Starkstromverteiler mit zwei Abgängen für Drehstrom und vier einzel abgesicherten 220v-Schaltkreise genügen. Deckenlicht mit Bewegungsmeldern, Internet und der Raspberry brauchen permanenten Strom. Mit (smarten) schaltbaren Steckerleisten und Verlängerungskabeln braucht es keine fest verdrahtete Installationen und die Bereiche (Büro, Laboratorium, …) und Arbeitsplätze (Wässerung, Ofen, Rechner,…) sind einzel schaltbar.

Heizung, Kühlung, Luftfeuchte und Frischluft können nach Bedarf (elektronisch) gesteuert werden. 

Diverse Regale und Schränke für Materialen, Arbeitsflächen für Farbe, Platz um Papier zu lagern bzw. zu trocknen und ein Büroarbeitsplatz. „Mehr braucht es nicht“.

Wenn es eines Tages darum gehen soll/wird, neue Werkstätten zu planen bzw. zu bauen, wird man sich an den Standards für Druckereien orientieren, was Klimasteuerung, Wassertechnik